Acht volle Müllsäckeund ein Schaukelpferd

KCG macht mit beim Frühjahrsputz:



Gruppenfoto mit Schaukelpferd: Seit Jahren unterstützt der Kanu-Club tatkräftig die Aufräumaktion der Stadt Grevenbroich: Foto: Verein/Ruth Wiedner-Runo

(-wi) Acht volle Müllsäcke und ein herrenloses Schaukelpferd – das ist die Bilanz der Kanu-Sportler, die sich am Samstag (12. März) einmal mehr am Frühjahrsputz der Stadt Grevenbroich beteiligt haben. Während in der Natur hauptsächlich gedankenlos weggeworfene Verpackungen wie Papierfetzen, Plastiktüten, zertretene Dosen oder auch gebrauchte Hygieneartikel den Weg in die Müllbeutel der KCG-Helfer fanden, staunte Timo nicht schlecht. Der Zehnjährige, der zum zweiten Mal mit seiner Mutter Monika Jagielski das Erft-Ufer und den angrenzenden Zauberwald nach Unrat durchforstete, fand ein Schaukelpferd. Das braun-beige Plüsch-Tier stand einsam und verlassen an einer Wegbiegung. Da nirgends jemand zu sehen war, hat Timo dann auch spontan entschieden: „Das Schaukelpferd nehmen wir natürlich mit.“ Für ihn war sofort klar: „Das Pferdchen gehört nicht auf den Müllwagen. Jetzt kommen so viele Familien aus der Ukraine, da freut sich sicher ein Flüchtlingskind über mein Fundstück.“ Und so versprach Mama Monika, mit Timo zum Wochenanfang das Schaukelpferd im Caritas-Kaufhaus abzugeben, damit es auf diesem Wege in liebevolle Kinderhände vermittelt werden kann.



Ein besonderes Fundstück: Stolz reckt Timo Jagielski (10) das Schaukelpferd in die Höhe, neben ihm Mama Monika. Foto: Verein/ Ruth Wiedner-Runo

Unter der Regie von KCG-Geschäftsführer Jens Reibiger und Schatzmeisterin Andrea Huhnstock wurde zunächst in der Bootshalle „klar Schiff“ gemacht, bevor dann 12 Kanu-Sportler bei bestem Frühlingswetter ausströmten, um die Erft-Böschung von achtlos entsorgtem Müll zu befreien.


Ziehen eine positive Bilanz (von links): KCG-Vize Reinhold Runo, Geschäftsführer Jens Reibiger und Kassiererin Andrea Huhnstock. Foto: Verein/ Ruth Wiedner-Runo

Die stadtweite Aufräumaktion wurde auch dieses Mal wieder federführend von Ralf Dietrich gesteuert. Mit mehr als 2600 Teilnehmern hatte das Umweltzentrum Schneckenhaus bereits vorab einen Teilnehmer-Rekord verzeichnet.