Sport-Ausschuss der Stadt Grevenbroich diskutierte über Zuschüsse

Kanu-Club: 22.000 Mark für die Rückkehr zur alten Leistungsstärke

Erftkurier, 20.5.2000

Das Vereinsheim des Kanu-Clubs war Gastgeber der jüngsten Sitzung der Mitglieder des Sportausschusses. Vorsitzender Josef Schumacher, der als Kanute seinerzeit dem erfolgreichen Grevenbroicher Club als Weltmeister zu einigem Ruhm verholfen hatte, hieß die Gäste herzlich willkommen. Schließlich muss das Bootshaus saniert werden sowie die Kanu-Übungsstrecke auf der Erft, beziehungsweise dem Flutgraben, die durch den Einbau von Natursteinbühnen verbessert werden soll. Der Einbau zwischen dem Ausgang des Wildwasser-Übungskanals und dem Bootshaus würde die Strömungsverhältnisse optimieren und die vorhandene Kanustrecke enorm aufwerten, ist dem Antragsschreiben vom 30. November 1999 zu entnehmen.

Der Umfang der Arbeiten aber stoße an die Grenze der eigenen Möglichkeit. Schließlich gelte es rund 63 Tonnen Wasserbausteine zu beschaffen und in elf Natursteinbühnen in den Flutgraben einzubauen.

Deshalb baten die Kanuten die Verwaltung um Hilfe vor allem mit Blick auf den städtischen Bauhof in unmittelbarer Nähe. Von dort aus könnten die notwendigen Geräte mobilisiert werden zum Einbringen der Wasserbausteine ins nasse Element. Möglicherweise könnte die Stadt auch bei der Beschaffung und beim Transport der Steine behilflich sein.

Fazit der Maßnahmen sei, dass die Kanustrecke in Grevenbroich eine überregionale Bedeutung erlangen und Grevenbroich wieder zum Zentrum des Kanusports im Rheinland und in Nordrhein-Westfalen werden könne. Schließlich habe der Kanu-Club Grevenbroich zu den sportlichen Aushängeschildern der Stadt gehört und seit Mitte der 60er bis Mitte der 80er Jahre regelmäßig Deutsche Meister, Weltmeister und Gewinner olympischer Medaillen gestellt. Seit neuestem knüpfe man wieder an die alten Erfolge an: Bei der Deutschen Meisterschaft im Kanuslalom am 26. und 27. Juni 1999 auf dem Augsburger Eiskanal erreichten Mitglieder des KC Grevenbroich den Deutschen Vizemeister im Einer-Canadier und den dritten Platz im Einer-Kajak der Jugend. Bei den German Masters am 2. Oktober in Zeitz holten sich die Grevenbroicher Kanuten die Titel der Deutschen Meister im Einer- und Zweier Kanadier.

Bürgermeister Theo Hoer machte deutlich, dass es inzwischen Absprachen zwischen Verwaltung und Club gebe. Die Gesamtkosten für die vorgesehenen Arbeiten werden sich auf rund 22.000 Mark belaufen, zu denen der Verein für die Materialkosten einen Zuschuss in Höhe von 14.000 Mark beantragt. Einmütig signalisierte der Fachausschuss seine Zustimmung vorbehaltlich des Einverständnisses des Kreises Neuss und des Erft-Verbandes. Gegen einen vorzeitigen Arbeitsbeginn bestehen keine Bedenken, und die städtischen Finanzen sollen von den Haushaltsberatungen für 2001 abhängig gemacht werden. Hermann Josef Offergeld, CDU, fragte Josef Schumacher, ob er Näheres zu späteren Auswirkungen über die Sümpfungsmaßnahmen durch Rheinbraun vorliegen hätte. -Derzeit nichts Konkretes, so der Vorsitzende des Kanuclubs: Nur die Zusage, in den kommenden Jahren den gleichen Wasserstand zu haben wie jetzt.

Siehe auch: Wasserstand der Erft ist gesichert