GERMAN MASTERS 2003 im Kanu-Slalom in Grevenbroich

In den Ergebnislisten sind die einzelnen Rennen dokumentiert. Wer es genauer wissen möchte, kann sich die ausführlichen Wertungstabellen ansehen.

Eigentlich ist das ganze ein Relikt aus DDR-Zeiten und hieß damals Deutsche Bestenermittlung der alten Meister im Kanuslalom. Der Deutsche Kanu-Verband (DKV) tat sich jahrelang schwer, diese Veranstaltung als Deutsche Meisterschaft anzuerkennen und als er dies dann 1997 doch tat, hieß es dann auf Neudeutsch "German Masters".

Die Senioren der Klassen A, ab 32 Jahre, B ab 40 Jahre und C ab 50 Jahre fahren dort um nationale Meisterehren. Die German Masters im Kanuslalom waren auch in diesem Jahr wieder ein Stelldichein der deutschen Kanuelite alter Tage. Es trafen sich ehemalige Olympiamedaillengewinner und -Teilnehmer, Welt-, Europa- und nationale deutsche Meister im Kanuslalom.

Nach dem Ursprung dieses Wettbewerbes hatten die Rennen anfangs überwiegend im Osten Deutschlands stattgefunden, 1998 in Zeitz / Sachsen-Anhalt, 1999 im thüringischen Sömmerda oder 2000 in Spremberg in der Niederlausitz. 2001 wurde es in Zweibrücken und 2002 in Hanau ausgetragen. Aufgrund seines 50. Jubiläums hat 2003 der Kanu-Club Grevenbroich den Zuschlag für die Ausrichtung vom DKV am 11.10.2003 erhalten. Ist doch der KCG mit 3 Medaillengewinnern, errungen bei den olympischen Spielen 1972 auf dem Eiskanal in Augsburg, mehr als 50 Weltmeisterschaftsmedaillen und deutlich über 100 deutschen Meistern einer der erfolgreichsten deutschen Kanusportvereine.

Auch für den Wettbewerb am 11.10.2003 auf der Slalomstrecke in Grevenbroich auf der Erft hatte sich wieder ein hochrangiges Starterfeld aus 42 deutschen Kanuvereinen gemeldet. Von A wie Augsburg bis Z wie Zeitz kamen die ca. 120 Kanusportler aus ganz Deutschland, die es auch dieses Jahr noch mal wissen wollten und um einen offiziellen deutschen Meistertitel kämpfen. Allein vier Teilnehmer olympischer Spiele von 1972 in Augsburg,1992 in Barcelona und 1996 in Atlanta und neun Kanu-Weltmeister hatten sich gemeldet. Im Laufe ihrer sportlichen Karriere hatten die Teilnehmer nicht weniger als 47 Medaillen von Weltmeisterschaften und noch mehr Titel deutscher Kanu-Meisterschaften gesammelt.

An den deutschen Meisterschaften der alten Meister nehmen seit 1997 auch die Kanuten des KC Grevenbroich regelmäßig mit Erfolg teil. Die Grevenbroicher Kanuten Stephan Küppers / Thomas Klein-Impelmann holten auf der heimischen Kanuslalom-Strecke zum sechsten Mal in Folge den Titel der Deutschen Meister im Zweier-Canadier in ihrer Altersklasse und Josef (Sepp) Schumacher verteidigte erfolgreich seinen Titel des deutschen Vizemeisters im Einer-Canadier.

Die Sportler reisten teilweise schon am Donnerstag, 9.10.2003 in Grevenbroich an und hatten ausreichend Gelegenheit zum freien Training auf der Wettkampfstrecke auf der Erft in Grevenbroich hinter dem Schlossstadion. Das erste Rennen startete bei Sonnenschein am Samstagmittag. Der nach dem weltweit ersten künstlichen Wildwasserkanal von der Olympiade 1972 in Augsburg benannte "kleine" Eiskanal in Grevenbroich ist Teil der 250 m langen Slalomstrecke, die mit durch 21 Slalomtore führte und bis vor das Bootshaus des KCG reichte. Dabei mussten die sechs rot-weißen Tore entgegen und die 15 grün-weißen Stangen mit der Flussrichtung durchfahren werden. Die Slalomtore wurden aber erst eine Stunde vor Wettkampfbeginn in ihre endgültige Position für das Rennen gehängt, denn schließlich sollte Chancengleichheit für alle herrschen und keiner die Strecke schon einmal gepaddelt sein. Ende der 15 Rennen war gegen 18 Uhr. Am Abend erfolgte die Siegerehrung im Bootshaus des KCG und danach gab es reichlich Gelegenheit, gemeinsam die errungenen Erfolge zu feiern.

Die vielen Zuschauer und Wettkampfteilnehmer hatten aber auch schon während der Veranstaltung reichlich Gelegenheit sich zu stärken, denn für Speis und Trank am Rande des Wettbewerbes war gesorgt.